Kategorie-Archiv: Bern – Umgebung

Emmetrail – von Burgdorf an die Aare … und wieder zurück

Für einmal die Rollen vertauscht. Tourenteilnehmer Heinz R. zeigt mir einen seiner Haustrails.

Start und Ziel in Burgdorf. Wir fahren auf der rechten Emmeseite hinunter bis zur Mündung in die Aare, überqueren die Aare zwei mal und fahren auf der lonken Seite zurück nach Burgdorf. Zum Schluss gibts ein kühles Burgdorfer Bier im Schützenhaus.

DIAshow

Die Tour ist gute 50 km lang, ca. 250 Hm sind zu bewältigen. Die Strecke ist einfach und kann auch  als Familienausflug gemachte werden. Die Singletrails direkt an der Emme können überall paralell auf sicheren Wegen umfahren werden. Es gibt immer wieder Brücken über die Emme, die es erlauben, die Tour belibig zu kürzen. An einigen Stellen gibt es schöne Badeplätze. So kann die Tour im Sommer auch zum Badeplausch führen.

Der Emmetrail eignet sich auch hervorragend als Ausdauertrainingsstrecke. Bitte Rücksicht auf Spaziergänger und Hunde nehmen! An schönen Sonntagen kann der Trail stark bevölkert sein. Als Trainingseinheit besser wochentags einplanen.

» Bern – entlang der Aareschlaufen

Der letzte Tag im Oktober 2012. Hochnebel über dem Schweizer Mittelland. Um an die Sonne zu kommen, müsste man heute sehr weit fahren. Warum also nicht unter dem Nebel die Schönheit der Berner Aareschlaufen geniessen. Start und Ziel sind in der Matte, du kannst aber auch anderswo die Reise beginnen. Auf der linken Aareseite hinunter bis Eymatt, auf der rechten Aareseite wieder hinauf bis ins Mattequartier. Mountainbiking in Bern, der Hauptstadt der Schweiz!

Aareloop mit dem MTB
Mit dem Mountainbike entlang der Aareschlaufen bei Bern

Viel Herbstlaub, etwas Schnee, ein Esel in der Gärtnerei Zendermätteli, Fliegenfischer in der Aare und viele schöne Wege zeichnen diese Herbsttour aus. Die Trails sind mit Ausnahme weniger kurzer Stellen einfach zu fahren (Forststrassen, Fusswege) und können auch mit Kindern entdeckt werden.
Allerdings! sind viele Wege mit einem allg. Fahrverbot ausgeschildert – wenn du diese mit dem Bike fährst, dann bitte rücksichtsvoll und besser nicht am Sonntag (zuviele Spaziergänger!)

Die Aare bei Bern
Die Aareschlaufen bei Bern

Der Kartenausschnitt zeigt die Aareschlaufen von der Matte bis zum Wohlensee (Hinterkappelen) sehr schön. Landschaftlich schöne, einfache Biketour! Distanz: ca. 35km

Empfehlung: Bis zum Engehalden-Stauwehr beide Richtungen die rechte Aareseite durch das Altenbergquartier und entlang dem Lorainebad fahren (die Wege auf der linken Aareseite vom Altenbergsteg bis zum Stauwehr sind schmal und es sind meist viele Jogger, Walker und Hündeler unterwegs)

» Gürbetaler Höhenweg

‚Das sind Aussichten‘

Start und Ziel in der Berner Matte (oder wo du willst). Erstes Highlight ist die Englisbergegg mit einer grossartigen Aussicht über die Stadt bis zu den Jurahöhen. Zu sehen gibt es auch einen eratischen Felsbrocken mit Namen ‚Teufelsburdi‘. Weitere Sehenswürdigkeit sind die Felswände bei Guetebrünne mit einer begehbaren Höhle. In diesem Wegabschnitt sind viele Treppenstufen zu meistern, aber es darf auch abgestiegen und geschoben werden. Auf dem ganzen Weg begleitet einen das wunderbare Panorama mit Blick in die Berner Alpen. Eiger, Mönch und Jungfrau sind omnipräsent. Zum Schluss gehts dem Mülibach entlang nach Mühlethurnen. Hier kannst du wählen, Rückreise mit der BLS oder auf dem Gürbetaler Radweg via Belp – Belp Airport zurück nach Bern.

Daten (GARMIN Dakota 20):
Distanz (Rundstrecke) 48.5 km
Up-/Downhill ca. 815 Hm
Zeit in Fahrt ca. 3 – 4Std.

Autor: Samuel

Mehr Infos: Infozentrum Naturpark Gantrisch

» BE – Bike-Verbot auf Singletrails?

Im Kanton Bern soll das Waldgesetz revidiert und die Biker (und Reiter) aus dem Wald vertrieben werden: „Teilrevision des Kantonalen Waldgesetzes geht in die Vernehmlassung – Neue Grundlagen für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wald“.

Auszüge aus Kantonales Waldgesetz (KWaG)
(Fassung für das Vernehmlassungsverfahren 24. Nov. 2011)

4.6 Öffentliche Zugänglichkeit „Zum Schutz von unbefestigten Waldwegen und zur Vermeidung von Konflikten mit anderen Waldbenutzerinnen und Waldbenutzern werden Reiten und Radfahren abseits von Waldstrassen eingeschränkt“.

 

 Bikespuren versus Holzerntetruckspuren

Bikespuren? Nein! 

Artikel 22 „Pferde und Fahrräder hinterlassen insbesondere bei nasser und feuchter Witterung oftmals bleibende Beeinträchtigungen auf nicht festen Wegen. Dies verursacht den Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern zusätzliche Unterhaltskosten. Zudem nimmt das Konfliktpotenzial zwischen Reitenden und Radfahrenden und anderen Waldbesucherinnen und Waldbesuchern laufend zu. Mit der Änderung von Absatz 2 sollen diese Nutzungen deshalb auf befestigte Waldstrassen beschränkt bleiben. Vorbehalten bleiben besonders bezeichnete Wege und Pisten, welche nach wie vor bewilligt werden können. Im Rahmen dieser Bewilligungspflicht kann auch dem Unterhaltsaufwand Rechnung getragen und Konfliktpotenzial entschärft werden.
Vor dem Hintergrund, dass Reiten und Radfahren besonders mobile und anpassungsfähige Arten der Freizeitausübung sind, wird sich die Begrenzung für die Betroffenen nur punktuell auswirken. Denn trotz dieser Einschränkung steht Reiterinnen und Reitern sowie Radfahrerinnen und Radfahrern weiterhin ein grosses Netz an befestigten Waldstrassen und bezeichneten Pisten und Wegen zur Verfügung“.

10. Auswirkungen auf die Volkswirtschaft
Die Teilrevision des KWaG führt zu einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Berner Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer und damit zu einer Steigerung der Wertschöpfung aus dem natürlichen Rohstoff Holz.

 Bikespuren im Wald (Gurten)

Bikespuren? Ja!

Wer da wohl die immensen, grossenteils irreparablen  Schäden am Waldboden verursacht? Die Reiter und Biker? Oder die Waldbesitzer selber, die ihre Holzernte durch ‚professionelle Forstbertriebe‘ mit riesigen, schweren Maschinen einfahren lassen? Dafür werden nachhaltige Bodenzerstörung in Kauf genommen – und niemand schreit auf angesichts der ‚kriegsänlichen Schlachtfelder‘, die die Holzernteindustrie in der ganzen Schweiz hinterlässt.

Da ist es doch einfacher, Biker und Reiter zu Feindbildern zu machen, als sich gegen die Holzindustrie zu stellen und anständige Holzerntemethoden zu fordern! Dabei wird ausser acht gelassen, dass mit dem Bike verbunden, ebenfalls wichtige Branchen wie der Tourismus und die Fahradindustrie betroffen sind. Sollte das ‚Bike-Verbot‘ durchkommen, so wäre das für die Tourismusregionen im Oberland oder im Jura und für die Fahrradhändler im Kanton katastrophal! Kein Biker ist heutzutage mehr ernsthaft interessiert, sich lediglich auf Forst- und Alpstrassen zu bewegen. Folge wäre das Ausbleiben der Biker in diesen Regionen – diese würden auf andere Kantone ausweichen, in Bern zB. ins nahegelegene Wallis. Die Walliser Bergbahnen, Hotels und Gastbetriebe wird’s freuen, die Berner wohl weniger.

Der Kanton Bern sollte sich vielmehr ein Beispiel am Kt. Graubünden nehmen und den Biketourismus aktiv fördern, zum Wohle der Tourismusregionen und zur Freude der Biker.

 Samuel Fankhauser

 trailnet.ch wirkt aktiv an der Vernehmlassung mit:

http://www.trailnet.ch/files/PDF/Antwort_KWaG_20120112_FINAL.pdf

http://www.trailnet.ch/files/PDF/Gegenargumentation%20KWaG_2012.pdf

Auch Du kannst Deine Meinung kundtun: info@trailnet.ch

 

» Winterbiken – warum nicht?

20. Dezember 2011 – es liegt Schnee in den Strassen, auf den Dächern der Altstadt und auf unserem Hausberg, dem Gurten. Drum nichts wie los und ‚Raus.Aber richtig.‘

 

 

Teilweise sind die Fussspuren der Wanderer recht gut fahrbar – zwischendurch aber aus unerfindlichen Gründen so angelegt, dass mit dem Bike kaum ein Durchkommen möglich ist. Sobald du neben die Spur rutscht, versinkst du im weichen, tiefen Schnee. Trozdem – es macht Spass – und muss wiederholt werden! Wo gibt’s richtig schöne Winterwanderwege, die man auch biken kann, ohne gleich gelincht zu werden? Wer weiss was? Wer hat einen guten Tipp?

Tipps an meine Email: samuel@goldenbiketours.ch oder ins Komentarfeld schreiben. Danke

PS: Auf zwei Bildern ist mein neues Bike für die Saison 2012 zu sehen – Mann kann ja nicht warten, bis es Frühling wird!

Fünf Tage später: Nix Schnee – viel Sonne – wunderbare Aussicht!
So schnell ändern sich die Verhältnisse.

Die Aussicht vom Gurten geniessen am 25.12.11

Winterbiken-Update vom Weihnachtstag 2011 / Samuel

 

» Gurten – Ulmitz – Gurten – die Berner Freeride-Runde

„Warum den in die Ferne schweifen, wenn ‚das Gurten‘ doch so nahe liegt?“

Manchmal ist einfach zu wenig Zeit, mal schnell ins Wallis zu fahren. Doch auch die Berner Hausberge haben einiges zu bieten. Mal kurz raus: 28,6 km und 1000 Hm später stehst du nach drei Stunden wieder zu Hause unter der Dusche. Dazwischen liegen drei Anstiege und drei knackige Freeride-Abfahrten die sich sehen lassen:

Aufstieg zu Gurten, Bern

Aufstieg auf den Gurten über die ‚Ostflanke‘

Ostflanke des Gurten bei Bern

Die weniger bekannte Seite des Gurten …..

Gurten Kulm mit Restaurant und Kinderspielplatz

Gurten-Kulm mit Kinderparadies, grossen Spiel und Liegeflächen, einem Panoramarestaurant u.v.m.

Aufstieg zum Ulmitz

Die Forststrasse hinauf zum Ulmitz – mal knackig steil – mal gemütlich flach …..

Der Sendeturm auf dem Ulmitzberg

Die letzten Meter hoch zum Ulmitz – mit Sendeturm …..

Ulmitz - Aussicht in den Jura

und die Aussichtsplattform – mit Blick über Bern und in den Jura …..

Eiger, Mönch und Jungfrau

Blick Richtung Süden: Das Berneroberländer Dreigestirn Eiger, Mönch, Jungfrau

Downhill vom Ulmitz Richtung Köniztal

Die Abfahrt vom Ulmitz ist von eher rauher Natur – viele Wurzeln immer wieder

Ulmitztrails Köniz bei Bern

Dazwischen auch sanftere Trails …..

Köniztal bei Bern, Switzerland

Durchs Köniztäli wieder Richtung Gurten, diesesmal von der Südseite

Gurten Kulm, Aussicht auf die Stadt Bern

Blick vom Gurten-Kulm auf die Stadt Bern, im Hintergrund der zweite Hausberg Bantiger, rechts im Vordergrund die Bergstation der Gurtenbahn. Du kannst statt strampelnd auch mit dieser Standseilbahn auf den Gurten gelangen – Biketransport ist möglich: www.gurtenbahn.ch

Downhillstrecke am Gurten bei Bern, Schweiz

Zwei Downhillerinnen beim Einstieg zur Gurten Downhillstrecke – eine Strecke, die auch von Normalbikern und Freeridern genutzt werden kann, einfach etwas langsamer. An der Strecke wurde dieses Jahr wieder viel geschaufelt, wie ich erfreut feststellen konnte. Sie ist echt toll! Gratulation den Macheren und Macherinnen:

Gurten Downhill, Infotafel von trailnet

Infotafel am unteren Streckenende: www.trailnet.ch

Start und Ziel meiner Berner Hausrunde ist die Matte: www.matte.ch

Die Abfahrten dieser Runde haben Freeride-Charakter und sind nicht jedermanns Sache, so denke ich. Wer Freude hat an knackigen Downhills über Wurzeln etc. – versetzt mit natürlichen und künstlichen Sprungmöglichkeiten – kommt dafür voll auf seine Rechnung.

Daten (GPS Garmin DAKOTA 20):
Distanz: 28.6 km
Auf/Ab: ca. 1000 Hm
Fahrzeit: 2.5 – 3 Std.

GPS – Track: download.gdb / download.gpx

Vielleicht fragst du dich: Warum keine Downhillbilder? Ganz einfach:
A) Wenn du alleine unterwegs bist sind Fotos down Hill (von oben herab) einfach langweilig (die Neigung wirkt nicht ohne Biker im Bild)
B) Beim runter Fahren bleibt einfach keine Zeit zum fötele

Autor: Samuel